this post was submitted on 06 Sep 2025
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[–] Lemmine@feddit.org 11 points 4 months ago (4 children)

Ich hab leider nicht viel Ahnung von Ökonomie und scheinbar auch nicht von unserem Sozial- und Rentenabgabe System. Aber warum gibt es überhaupt eine Grenze? Von der nur wieder die Reichen profitieren? Ich bin fassubgslos. Das ist doch nicht mal ansatzweise fair, das merkt jedes Kindergartenkind, wer hat sich das bitte ausgedacht? Wenn dann zahlen alle, oder am aller besten nur die reichen, aber doch nicht nur Leute mit wenig(er) Geld? Das ergibt gar keinen Sinn.

[–] Tartufo@lemmy.world 12 points 4 months ago* (last edited 4 months ago) (1 children)

In der Berufsschule kam damals als Argument: Den Deckel gibt es bei den Renten, weil wer mehr einzahlt später ja mehr raus bekommen soll/muss und Leute mit mehr Geld einfach im Durchschnitt länger leben. Man wollte sich also die Einkommensreicheren nicht länger teuer ans Bein binden. Daraus folgte dann irgendwie auch eine Beitragsbemessungsgrenze für KK/PV.

Meine Frage, warum man ab der Grenze für nen Euro den man einzahlt, dann nicht einfach weniger Rentenpunkte bekommt, sorgte für einen großen "das ist aber unfair"-Aufschrei und "brain.exe stopped working"... Null Spur von "wer mehr hat soll mehr zum Gemeinwohl beitragen". So nen Rentenpunktwertverfall kann man ja beliebig hart machen, wer richtig viel Erhält den dürfte es finanziell null jucken, ob er ab der einzuzahlenden Millionen jetzt 1 Rentenpunkt oder 0,000001 Rentenpunkte für den selben €-Wert erhält...

[–] zaphod@sopuli.xyz 5 points 4 months ago (1 children)

Daraus folgte dann irgendwie auch eine Beitragsbemessungsgrenze für KK/PV.

Ich meine mich zu erinnern, dass es zur KV ein Urteil vom Verfassungsgericht gab, was effektiv eine Bemessungsgrenze vorschreibt. Begründung ist, dass es eine Versicherung ist und es ab einem gewissen Beitrag keine entsprechende Gegenleistung mehr gibt. Also die Umverteilung nur bis zu einem gewissen Punkt in Ordnung ist. Wenn man das ändern wollte, müsste man die KV über Steuern finanzieren, aber dann lässt sich das auch sehr viel einfacher von Leuten wie Merz zusammenstreichen.

[–] bjoern_tantau@swg-empire.de 2 points 4 months ago

Was meine Frage beantwortet wieso Sozialabgaben nicht einfach mit den Steuern behandelt werden.

Andererseits wird so oder so bereits an den Sozialleistungen gekürzt.

[–] toe@feddit.org 11 points 4 months ago

Aber warum gibt es überhaupt eine Grenze?

Die Rentenversicherung wurde bei Einführung als Versicherung aufgesetzt, die durch Beiträge finanziert wird. Durch jeden eingezahlten Euro werden auch Rentenansprüche erzeugt. Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) begrenzt den monatlich zu zahlenden Beitrag und begrenzt auch die Höhe eines Rentenbezugs. Denn jeder Euro über der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist nicht "versichert".

Von der nur wieder die Reichen profitieren? Ich spreche nur bei vermögenden Personen von "die Reichen" Ein höheres rentenpflichtiges Einkommen erhöht nur die Wahrscheinlichkeit ein Vermögen aufzubauen zu können. Ich sehe nicht, dass höhere Einkommen durch eine BBG direkt mehr oder weniger profitieren.

Die Anpassung hilft kurzfristig eine Finanzierungslücke zu schließen. Langfristig werden im Vergleich zum höhere Einkommen im Vergleich zur min. Renten bezgu auch höhere Renten beziehen.

Alle zahlen ein… Es ist nur der maximale Betrag des Einkommens welcher für die jeweilige Abgabe zur Berechnung herangezogen wird.

[–] rumschlumpel@feddit.org 4 points 4 months ago* (last edited 4 months ago)

Wer Geld hat hat Macht, und wer Macht hat kann die Politik beeinflussen. So funktioniert das leider, schon immer.