this post was submitted on 08 Jan 2026
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Wie geht das denn? Ein Verein der Leute anzieht, die Bock auf Krieg und "KÄMPFEN FÜR DAS VATERLAND" haben beinhaltet und fördert Rechtsextremismus? Das ist aber komisch.
Wie geht das denn? Eine Gesellschaft, die der Verteidigung des Heimatlandes nur Geringschätzung entgegenbringt und jungen Erwachsenen nichts bietet, dass es wert ist, verteidigt zu werden, sorgt dafür, dass nur rechtsextremer Abschaum und kriegsgeile Idioten den Job machen wollen? Das ist aber komisch.
Ein selbsterhaltender Kreis.
Und so lange alle dieses Spielchen weiterspielen, wird sich gewiss nichts ändern...
Wenn Soldaten (und Polizei) nicht in 99% der Fälle den imperialistischen Status Quo durchsetzen, auf Menschen- und Völkerrechte scheißen und tatsächlich bloß der Verteidigung des Heimatlandes dienen würden, dann gäbe es vielleicht ja auch keine Geringschätzung.
Diese gesellschaftlichen Ressentiments gegen die "Verteidiger des Heimatlandes" gibt es doch nur, weil Hetze, Einschüchterung, Vergewaltigung etc. seit jeher zum M.O. von jedem Militär der Weltgeschichte gehörten, nicht umgekehrt.
Nö, die Geringschätzung hat sich bereits zu Zeiten des allgemeinen Wehrdienstes auf Wehrdienstleistende erstreckt.
Nein, keine Leute, die "den imperialistischen Status Quo durchsetzten", sondern solche, die einfach nur 1 Jahr ihres Lebens +/- lang Grundkenntnisse für den Verteidigungsfall erlernt und hauptsächlich Gerät für den Ernstsfall einsatzbereit gehalten haben. Mit kleinen Ausflügen im Rahmen der Amtshilfe im zivilen Bereich... aber ich denke, die Kühe, die wir vor Hochwasser gerettet haben, konnten uns unsere imperialistische Anmassung verzeihen.
Und dabei kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass wir sehr wohl wussten, wer der rechte Spinner unseres Quartals von ca. 80 Leuten war und wie beliebt der war. Ebenso welcher Langzeit-HG als Berufsoldat in der Kompanie so drauf war und auf Grund ähnlicher Beliebtheit (aber aus Gründen der Disziplin haben sich die Vorgesetzen bemüht, das Augenrollen vor uns Wehrdienstleistenden zu verbergen) einfach seine Zeit in mit bedeutungslosen Beschäftigungen absaß.
Also Nein. Das ist kein Henne/Ei Problem. Die deutsche Bevölkerung und Politik hat dieses Problem geschaffen. Und das erst in den letzten Jahrzehnten. Vorher wurden die rechten Spinner lediglich augenrollend geduldet, solange sie sich zumindest augenschienlich zurückhielten. Inzwischen schmeißen die mangels Interesse andere Leute teilweise den Laden.
das argument vong genosse ist aber daß "Ernstfall" auch nur ein (schlechter) euphemismus für imperialistischen krieg ist.
daß der chauvinismus erst in den letzten jahrzehnten beim kommiß blüht, ist ja wohl wieder so ein geschichtsvergessener scherz.
Ja, wenn man Chauvinismus direkt mit Hitlergruss, Antisemitismus und Vergewaltigungsdrohungen gleichsetzt, mag das so wirken. Wo köönte da bloß der Fehler liegen?
na dann erklär mal deinen guten chauvinismus! und wie der andere nur ganz zufällig konstitutionell für die nationalsozialistische und mysogine ideologie ist.
Nee, ich erkläre Dinge nur für Menschen, die an Erklärungen interessiert sind. Meine Zeit ist mir zu kostbar, um weiter als stumpfer Stichwortgeber für deine vorgefertigten ideologischen Auswüchse zu dienen.
Tja, das ist halt das Problem, wenn da niemand mehr hin muss, der Krieg nicht geil findet.
Komisch das das THW bei weitem nicht so Probleme hat freiwillige Nicht-Rechtsextreme zu finden, denn da geht es auch um Krieg und Verteidigung (Zivilschutz)... nur halt selten um "Verteidigung am Hindukutsch" und die Führungsstruktur ist weniger von Nazis durchsetzt.
Dafür kann man aber beim THW auch nicht seinen Penis neben Skeletten fotografieren.
Aber sehr makaberer Humor, der auf Außenstehende abstoßend wirkt, ist auch in Zivilschutzorganisationen verbreitet. Denn das ist ein recht guter Mechanismus, um die traumatisierenden Dinge, die man da evtl. sehen muss, zu verarbeiten.
Das ist was ganz Anderes. Der "freiwillige" Militärdienst ist ein Vollzeitjob mit in der Regel sehr langen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen für nicht unbedingt attraktive Gehälter und ohne große Perspektiven für spätere zivile Berufsausübung. Der freiwillige Dienst beim THW (oder anderen Zivilschutzorganisationen) ist ehrenamtlich, man macht das also neben seinem ganz normalen Leben. Dazu hat Zivilschutz nur insofern mit Krieg zu tun, dass der halt auch zum Einsatz kommt, wenn ein Krieg entsprechende Schadenslagen erzeugt. Hauptsächlich ist das ganz normaler Katastrophenschutz und reguläre nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr. Dienst an der Waffe und in letzter Konsequenz auch den tödliche Einsatz dieser Waffe gibt es halt nur beim Militär.
Dass solcher Müll wie "Verteidigung" am Hindukusch natürlich Leute abschreckt, die durchaus bereit wären, das für tatsächliche Verteidigung zu tun, ist klar. Dass auch von Nazis durchsetzte Führungsstrukturen abschreckend wirken ist auch klar. Aber gerade das wird nicht besser, wenn nur noch Nazis dahin gehen, denn dann kochen die Nazis im eigenen Saft und niemand hat den Arsch in der Hose, die zu melden, wie das in den Fällen aus dem Artikel zum Glück doch noch passiert ist.
Also, ich denke Zwangswehrdienst würde da auch nicht so den großen Unterschied machen. Da gibt es dann trotzdem noch eine Selbstselektion zu mindestens solange es Zivildienst gibt oder eben wie damals auch das THW als alternative zum Wehrdienst ohne Verweigerung. Und die Paar gruppenzwangresistenten die sich trotzdem zur BW verirren werden dann von den bereits vorhanden Nazis in höheren Positionen schikaniert und rausgeekelt. Vielleicht halten die sich dann vor Wehrdienstleistenden etwas zurück mit den ganz krassen Sprüchen aber das war es dann auch. Jedenfalls war die BW zu Zeiten des Wehrdienstes wirklich nicht besser.
Ich denke die BW braucht eine grundlegende Reform. Weg von der Interventionsarmee, keine Option das als Karriere zu machen, mehr ehrenamtliche Reservisten, reine Verteidigungsauslegung. Ehr so wie in der Schweiz. Dann kann es meinetwegen auch wieder Wehrdienst geben und die Leute bleiben dann vermutlich auch lieber da.
Das steht außer Frage. Optimal wäre es, den Laden zugunsten eines gemeinsamen EU-Militärs ganz abzuschaffen, allerdings fehlt für so tiefgreifende Änderungen aktuell die Zeit. Aber die krassen Nazis rausschmeißen ist eigentlich das Mindeste, was man machen muss.
Ist fast so, als ob die Wehrpflicht die Armee demokratisiert habe und deren Abschaffung ein Fehler war.