this post was submitted on 11 Mar 2026
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Netzkultur / Netzpolitik
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Ja, das ist ein völlig korrekter Standpunkt. Mir wären dezentrale Videoplattformen auch um einiges lieber. Eine Plattform lebt vom Angebot und weil es das nicht gibt, bleiben alle auf YouTube. Gleichzeitig verhindert das jeden Fortschritt in diese Richtung.
Es geht sogar noch tiefer. Der Content ist ja nicht nur auf YouTube, weil dort alle Zuschauer sind, sondern weil YouTube die Werbeeinnahmen mit den Creators teilt. Die ganzen Leute, die du schaust, posten ihre Inhalte nicht auf PeerTube, weil sie dort kein Geld verdienen können und Videoerstellung ihr Beruf ist. Diese Problematik besteht auch für alle anderen Plattformen, die jemand aufbauen will. Entweder du baust auch wieder eine werbefinanzierte Plattform, dann hast du das Problem, dass du wieder viel Werbung sehen wirst. Baust du eine Plattform auf, die Geld kostet, dann werden die Zuschauer nicht dorthin kommen, weil viele sich das nicht leisten können. PeerTube hat das Problem gleich doppelt. Kostet nichts, kostet dich sogar die Serverkosten, wenn man eine eigene Instanz betreibt. Es gibt keine Werbeeinnahmen, und die Inhalte sind auch aufgrund der dezentralisierten Föderierung ohne irgendein Abo zu sehen.
Also es gibt schon noch ein paar andere Ansätze, Alternativen zu youtube aufzubauen. Siehe Nebula oder Dropout.
Und ja, youtube läuft seit nem Jahr oder so echt viel schlechter auf alternativen Frontends, die scheinen die wirklich blockieren zu wollen. Und sollte das irgendwann eintreten, dass diese Frontends nicht mehr funktionieren, würde ich wohl aufhören, youtube zu konsumieren. Könnte mir auch vorstellen, dass es vielen Menschen so geht, die gerade die Werbung umgehen. Obwohl sicherlich die Mehrheit der Menschen eine höhere Toleranz gegenüber Werbung zu haben scheint.