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Merz: Gesetzliche Rente wird künftig nur noch „Basisabsicherung“ sein – SPD weist Vorstoß zurück
(www.deutschlandfunk.de)
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Siehe halt ungefähr die gesamte zweite Hälfte meines Kommentars. Schade, dass du ihn nur überflogen hast 😢.
Ja, hätte ich besser lesen müssen (bin zu ungeduldig).
Aber da verstehe ich dein Problem nicht.
Die Kapitalertragssteuern zahle ich ja als Vorabpauschale jährlich und dann den Rest als Abgeltubgssteuer bei Verkauf. Auf die Vorabpauschale gibt es einen jährlichen Freibetrag von 1000€, was gerade für den Rentensparplan von Geringverdienern ordentlich Geld spart. Du zahlst auf die Gewinne der ersten Jahre quasi gar keine Steuern, und hinterher ein Appel und ein Ei.
Der Großteil der Steuern fällt erst beim Verkauf an - bis dahin hat das exponentielle Wachstum voll greifen können.
Und dann legaler Steuertrick: Man wechselt alle 5-10 Jahre den ETF oder legt ein neues Depot an. Und beim Auszahlen verkauft man als erstes den zuletzt angelegten ETF - dadurch schiebt man den Großteil der Steuern (die für die ganz alten Fond-Anteile anfallen) noch weiter nach hinten.
Ich habe in dem Sinne kein "Problem". Mein Punkt ist nur: auch hier kann entweder ich mit Privatvorsorge oder aber der Staat mit sinnvoller Steuerpolitik vom Zinseszins profitieren. Tut er halt heute nicht, aber die Entscheider tun so, als ob nur Privatvorsorge vom Zinseszins was hätten.
Ich bin halt Freund einer solidarischen Vorsorge vom Staat. Erstens bewahrt er dann Leute flächendeckend vor schlechter Anlage, zweitens profitieren auch die Menschen, die trotz allem nicht anlegen könnten.
Deshalb: mein Punkt ist: auch das Rentensystem könnte von Zinseszins Effekten profitieren und stabilisiert werden. Dass das nicht passiert ist schlichtweg mangelnder politischer Wille.
Der Staat wird aber jederzeit eine Rente auszahlen müssen, und kann dir nicht weniger überweisen, nur weil der dumme Donald gerade den Iran wegbombt. Damit braucht es Geldanlagen mit garantiertem Wachstum, was einem am Ende finanziell schlechter darstehen lässt. Teilweise wird dann auch Geld in Immobilien gepumpt – das macht dann nicht nur Hauskauf, sondern auch Mieten teurer.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit einer staatlichen Rente. Es kann aber immer nur ein Baustein sein. Der Basisbaustein.
Aber der Staat kann ja die erwirtschafteten Zinsen steuerlich eben abschöpfen und als Rente auszahlen.
Und wenn gerade die Weltwirtschaft zusammenbricht, kann er Anleihenkaufprogramme auflegen (aka 'Geld drucken'), wie z.B. während Corona, oder der Finanzkrise 2009, und kann weiterhin fröhlich Renten auszahlen.
In sofern ist ein staatliches Rentensystem sogar überlegen. Weil, wenn du gerade in den Ruhestand willst, eine Krise aber dein Depot in Geiselhaft nimmt, dann kannst du selbst kein Geld drucken ¯\_(ツ)_/¯
Nach wie vor ist der Fehler unseres Rentensystems gerade, dass der Staat nicht sinnhaft besteuert und uns dann die private Investitionsvorsorge als einzige Lösung präsentiert wird.