this post was submitted on 21 Apr 2026
79 points (98.8% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5167 readers
691 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] luciferofastora@feddit.org 1 points 8 hours ago (1 children)

Ich kann die Rechnung gerade nicht nachvollziehen, aber sie hat wenig Einfluss auf die Frage, was die Verteilung Gewinnausschüttung vs. Gehaltserhöhung für einen Einfluss auf das Rentensystem hat.

Wenn ein Gewinn von 10k€ als Gehalt gezahlt wird, gehen davon 1860€ an die Rentenversicherung. Wenn der als Gewinnausschüttung an Anteilseigner geht, gehen davon 0€ an die Rentenversicherung.

Die Aussage von trollercoaster bezieht sich also darauf, dass die Reichen auf einen Teil ihres Einkommens keine RV-Beiträge abführen, weil es nicht aus Gehalt, sondern aus Dividenden stammt. Dadurch geht der Zuwachs an Wirtschaftsleistung nicht einher mit einem Zuwachs an Rentenleistungen, sondern nur mit Privatvermögen - vor allem für die, die schon mehrnhaben.

[–] DrunkenPirate@feddit.org 1 points 2 hours ago* (last edited 2 hours ago)

Die vereinfachte Rechnung zeigt dir, dass nicht die Höhe der Einzahlungen unser Problem ist, sondern das extrem gestiegene Verhältnis Einzahler vs. Bezieher.

  • 1980 kamen auf 1 Rentner 3,5 Einzahlende.

  • 2020 kamen auf 1 Rentner 2 Einzahlende.

D.h. selbst wenn du in den 40 Jahren die Einzahlungen verdoppelst, zB. durch höhere Löhne, selbst dann bleiben die Rentenauszahlungen gleichhoch wie vor 40 Jahren. Das wäre durch Inflation quasi eine Rentenkürzung.

Auf Kapitaleinkommen nicht nur die 25% Pauschbetrag und die 1,375% Solibetrag, sondern auch Rentenbeitrag? Ist das irgendwie zu Ende gedacht worden oder nur eine wilde Idee?

Werden dann auch Rentenpunkte gesammelt durch die Aktienbesteuerung? Wie sieht das mit Aktien in Firmenbesitz aus (Stichwort Spardosen Gmbh)? Was ist bei ausländischen Aktien und Depots im Ausland? Sind Aktiengewinne auch in der Rentenbeitragsbemessungsgrenze enthalten?

Ob das die Geundproblemstik behebt (Einzahler-Bezieher-Ratio) wage ich zu bezweifeln. Wenn sehr vermögende Leute auf Aktien Rentenbeiträge zahlen, erwerben die auch sehr hohe Rentenansprüche - nur so am Rande.

Ich glaube eine allgemeine Besteuerung von Aktien wäre da besser und der Staat finanziert deutlich mehr der Rente als bisher.

Wie ich unsere Politik allerdings bisher kennengelernt habe, wird es sicher ein Brainfuck werden: Wir sollen alle Aktien kaufen, um besser privat vorzusorgen (Renten-Etf) und an anderer Stelle wird dann genau dieser Spareffekt getötet durch eine zusätzliche Besteuerung. Es lebe das Kastensystem in Europa. Möge kein Arbeitnehmer jemals Vermögen aufbauen dürfen.