this post was submitted on 30 Aug 2026
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[–] einkorn@feddit.org 28 points 1 week ago (2 children)

Der Markt regelt. Ausnahmsweise mal positiv.

[–] KasimirDD@feddit.org 11 points 1 week ago (1 children)

"Aber das ist nicht technogieoffen!"

[–] ikirin@feddit.org 4 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Übersetzung in nicht-politiker-deutsch: 'Aber damit macht die fossile Brennstoffe-Lobby keinen Gewinn!'

[–] plyth@feddit.org 5 points 1 week ago (5 children)

Wenn der Markt nicht regelt liegt es dran, dass jemand den Markt stört.

[–] gewindestift@feddit.org 6 points 1 week ago

Auch dann regelt der Markt. Die Frage ist nur wohin.

[–] LH0ezVT@sh.itjust.works 6 points 1 week ago (2 children)

Oder dass der Markt versagt. Der ideale freie Markt ist auch nur ein Konstrukt.

So klassische Beispiele sind kurzsichtiges Handeln, Konsequenzen für andere ignorieren oder auch schlicht das "falsche" Verhalten von Marktteilnehmern ausnutzen, weil die zB nicht genug Informationen bekommen oder irrational handeln.

Marktwirtschaft ist ein super Optimierer, aber wenn die Ziele des Ganzen so Sachen wie Fairness oder eine gute Gesellschaft sind, muss man wie jedem Optimierungsverfahren aufpassen, dass der Optimierer die richtigen Start- und Grenzwerte hat und sich nicht in lokalen Optima verheddert.

[–] gandalf_der_13te@feddit.org 1 points 6 days ago

so etwas wie "marktversagen" gibt es nicht. der markt erreicht auf jeden fall sein ziel, die frage ist nur ob das das gleiche ziel ist das du auch hast ...

[–] Imke@feddit.org 4 points 1 week ago

Sehr schön gesagt, besonders das "in lokalen Optima verheddern" gefällt mir. Auch allgemein irgendwie schön auf den Punkt gebracht.

[–] ikirin@feddit.org 4 points 1 week ago

Der Markt regelt doch - wenn ich als 1 Firma alle Konkurrenten aufkaufe, dann bin ich der Markt. Und dann regel ich das so, dass meine Produkte so viel kosten wie ich möchte. /s

[–] einkorn@feddit.org 3 points 1 week ago

Nein, nein, du verstehst nicht. Der Markt regelt IMMER! /s

[–] Imke@feddit.org 2 points 1 week ago (2 children)

Zumindest was Angebot und Nachfrage angeht... Z. B. die rasante technische Entwicklung der Erneuerbareninfolge des Ausbaus von PV und Windkraft seit der ersten Rot-Grünen Legislaturperiode hätte ohne die Einspeisevergütung auch erst Jahrzehnte später stattgefunden. Und wo wären dir privaten Batteriehersteller heute ohne die Jahrzehntelange weltweite öffentlichkeit finanzierte Grundlagenforschung. Es gibt halt bestimmte Schwellenwerte der nahenden Wirtschaftlichkeit einer Technologie, bevor die überschritten sind, gibt es auch keine privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung in diese Sache. Oder nur sehr kleine.. Und selbst dann regelt der Markt noch lange keine sozialen oder ökologischen Belange zufriedenstellend. Als würde sich sich die Klimakrise mit fixen (unbekannten) Deadlines regeln, weil ein paar Ideologen beschließen, einen Aufpreis für klimafreundliche Produkte zu zahlen und das irgendwann viele tun. Dass Erneuerbare und Akkus im Vergleich zu Konventionellen so billig sind und der Markt hier regeln kann, ist ein bisschen Glück (hätte ja auch teurer sein können in Relation) und Jahrzehntelange außermarktliche Vorarbeit (und vielleicht ein paar ideologische KonsumentInnen)

[–] Imke@feddit.org 2 points 1 week ago

Aber tbh ich bin selbst überrascht, dass in D sie Regierung so grottig ist und im Gegenzug Akkus und Erneuerbare so billig, dass der Markt so langsam einfach die dekarbonisierung zackig vorantreibt, obwohl die Regierung dagegen arbeitet (ich würde sogar unerstellen aktiv, aber wer eeißt das schon). Das gleiche zieht bei E Mobität und so laaangsam auch bei Wärme... Hier macht mir der Markt echt Hoffnung

[–] plyth@feddit.org 1 points 1 week ago (1 children)

Als würde sich sich die Klimakrise mit fixen (unbekannten) Deadlines regeln,

Klimakrise hätte sich mit echter CO2 Steuer regeln lassen. Statt Ausnahmen zu verschenken hätte man einfach das schädliche Gut wirklich teuer machen müssen. Wenn man das in den 70ern schon gemacht hätte, hätten wir damals schon Elektroautos gehabt.

Subventionen wie die Einspeisevergütung sind ein akzeptables Mittel der Politik, um einen Markt zu steuern. Von sich aus werden Märkte von Monopolen dominiert. Der Staat muss lenkend eingreifen um Wettbewerb zu fördern.

Forschung kann man auch marktwirtschaftlich denken. Die Bürger kaufen Fortschritt, indem sie für Forschung bezahlen. Allerdings ist es gefährlich, wenn Forschung die Ziele nicht mehr selber festlegen kann.

[–] Imke@feddit.org 2 points 1 week ago (1 children)

Das stimmt, ich verstehe die Aussage "der Markt regelt das" halt als so, dass "der Markt Ohne staatliche Eingriffe (wie du sie beschreibtst) regelt. " Privat finanzierte Forschung ist ja jederzeit möglich, ich glaube nur, dass die Bereitschaft, da nennenswerte Summen reinzustecken, bei vielen (auch bei reicheren Leuten) eher begrenzt ist. Gut in den USA baut man ja viel auf das "Charity-Konzept", aber ob das flächendeckend öffentlich finanzierte Forschung in großer Masse ersetzen könnte für Bereiche, absehbar keinen wirklichen Gewinn abwerfen, wär ich mir nicht so sicher, hab dazu aber auch noch nie Zahlen gesehen wie viel Charity in Staaten mit weniger Steuern im Vergleich zu Staatsausgaben in Staaten mit hoher Steuerlast in ähnliche Bereiche fließt.

[–] plyth@feddit.org 1 points 1 week ago (1 children)

Private Grundlagenforschung ist wie private CO2 Steuer, das kann man sich im Wettbewerb nicht leisten. Desswegen muss der Staat das über Steuern finanzieren.

Ohne Monopole hat kein Unternehmen genug Profite um Charityforschung zu betreiben.

[–] Imke@feddit.org 2 points 6 days ago* (last edited 6 days ago)

Forschung kann man auch marktwirtschaftlich denken. Die Bürger kaufen Fortschritt, indem sie für Forschung bezahlen.

Ah ich hatte deinen Satz falsch verstanden, du meintest damit steuerfinanzierte Forschung und nicht privat finanzierte Forschung... hab dann maybe bisschen am Thema vorbeigeredet