this post was submitted on 29 Dec 2025
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Verkehrswende

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In dieser deutschsprachigen Community dreht sich alles um das Thema Verkehrswende. Welche Entwicklungen gibt es in diesem Bereich? Wo hängt es?

In this German-speaking community, everything revolves around the topic Mobility transition. What developments are there in this area? Where are the problems?

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Ein guter Grund, auf die Bahn zu setzen.

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[–] rumschlumpel@feddit.org 7 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Wenn das meiste Frachtgut per Bahn oder Boot transportiert würde (also vor allem Langstrecken), würde der Beruf allein schon dadurch attraktiver, dass die meisten Fahrer nur noch regional rumfahren müssen, was deutlich weniger anstrengend ist als quer durch Europa zu fahren (d.h. man muss sich nicht so sehr mit Lenkzeiten rumärgern und auf irgendwelchen kack Rastplätzen im LKW übernachten).

So oder so wird man aber nicht um höhere Bezahlung herumkommen.

[–] 5714@lemmy.dbzer0.com 4 points 1 week ago (1 children)

Züge können die Lücke nur begrenzt schließen: Sie brauchen feste Gleise, lange Vorlaufzeiten, und die Bahn hat derzeit kaum noch freie Kapazitäten. Start- und Zielpunkte fast jeder Lieferung liegen zudem weiterhin auf der Straße.

Klingt nach Ausreden. Lkw brauchen auch feste Straßen, Bürokratie für die Disposition und Infrastrukturkapazitäten. GVZ würden die Start-/Zielproblematik lösen.

Das ist wirtschaftspolitisch nicht gewollt, das ist es.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 1 week ago (1 children)
[–] Ooops@feddit.org 2 points 1 week ago (1 children)
[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 1 week ago* (last edited 1 week ago) (1 children)

Ah. Kannst du erklären, wie genau GVZ die "Start-/Zielproblematik" lösen? So wie ich das verstehe, helfen sie nur dabei, dass Schiene und Straße reibungsloser zusammenarbeiten, aber Start- und Zielpunkte der Lieferungen sind ja weiterhin nicht an Schienen, sofern sich Unternehmen keine Schienen legen lassen bzw. direkt am GVZ ansiedeln - das geht bei größeren Unternehmen natürlich bzw. wird oft schon längst gemacht, aber Supermärkte usw. (also alles, was direkt Endnutzer bedient) wird das ja eher nicht abdecken, zumindest nicht in näherer Zukunft.

Oder ich verstehe den Begriff "Start-/Zielproblematik" halt falsch.

[–] nuscheltier@feddit.org 1 points 1 week ago (1 children)

Nehmen wir einfach mal an, Du möchtest etwas von Augsburg nach Lübeck schicken. Da gibt es die Möglichkeit, einen LKW zu nehmen und das direkt von Augsburg nach Lübeck zu schicken. Ist direkt, braucht eine gewisse Zeit, verstopft die Autobahnen.
Eine andere Möglichkeit wäre, die ganzen Frachten, die von München und Umgebung woanders (in unserem Beispiel in den Norden, Hamburg vielleicht) hinsollen, in München zu sammeln und auf Züge zu verfrachten, die längere Fahrten unternehmen. Sobald sie dann an einem Zielort ankommen (in unserem Beispiel Hamburg), können sie von dort einfacher regional ausgeliefert werden.
Damit muss kein LKW von München nach Hamburg donnern, sondern nur von Augsburg nach München und von Hamburg nach Lübeck.

[–] rumschlumpel@feddit.org 1 points 1 week ago

Das verstehe ich, aber das ist doch gar nicht die Start-/Zielproblematik (so wie ich den Begriff verstanden habe), sondern eben, dass die Ware mit dem LKW vom Produzenten abgeholt wird und am Ende mit dem LKW zum Endkunden gebracht wird, weil halt die wenigsten Unternehmen ihre eigene Schienenanbindung am Produktions- oder Verkaufsstandort haben.