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Merz: Gesetzliche Rente wird künftig nur noch „Basisabsicherung“ sein – SPD weist Vorstoß zurück
(www.deutschlandfunk.de)
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Bei unserer Abschiebe- statt Willkommenskultur glaube ich nicht an Rentenvorteile durch Migration. Die Menschen kommen hierher, versuchen sich zu integrieren, gründen Familien. Die Kinder gehen hier zur Schule – wir investieren viel als Gesellschaft. Und dann werden sie abgeschoben. Finde den Fehler.
Den Vorteil aus Automation sehe ich nicht. Wenn wir weniger Menschen haben, konsumieren wir weniger. Dann verdienen Arbeitnehmer weniger. Export ist auch nicht die Lösung, weil wir dann auf Kosten Dritter leben (unser Überschuss ist deren Defizit) und der Traum vom globalen Handel dank eines Hampelmanns in Washington gerade zerplatzt.
Es ist kein Bevölkerungswachstum notwendig. Dann muss aber jeder aus seinem Gehalt effektiv einen Rentner finanzieren. D.h. nach Abzug von Steuern muss grob 50% deines Gehalts für die Rente draufgehen.
Der auch vorsorgen könnte. Können sollte.
Wenn es darum geht, dass jeder faire Löhne verdient, damit er eben auch was auf die hohe Kante legen kann, bin ich dafür (Wobei ich glaube, dass es nicht nur ein Einnahmenproblem ist.). Aber dass wir ein kaputes System aus dem Kaiserreich beibehalten, nur damit Papa Staat Händchen halten kann und man sich um nichts selbst kümmern muss – dann bin ich dagegen.
Merkt man.
"Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht."
Wird nicht passieren solange der übergewin der Unternehmen in die Yachten der Aktien oder deine "vorsorge" fließt.
Mentalität wie deine ist der grund für das abkacken dieses systems, sie erzeugt den profit druck der dafür sorgt das die löhne unten bleiben und nicht proportional zur effizienz steigen.
Kläre mich bitte auf. Wie profitieren wir bei der Rententhematik von Automatisierung?
Automatisierung bedeutet erst einmal Jobverlust. Normalerweise schafft es gleichzeitig neue Jobs, so dass du hinterher denselben Arbeitsaufwand für dasselbe Geld hast. Du profitierst finanziell nicht davon, dass ein Waschbrett nun viel günstiger ist als Anno 1926 – du willst jetzt eine Waschmaschine.
Dein boss tut es aber und das ist genau der punkt wo der entstehende übergewin dann abgeführt werden muss um eine staatliche rente zu finanzieren.
Ich merke schon, dass du eine Vorliebe für das Wort „Übergewinn“ hast. Aber definier das doch bitte mal. Und skizziere mir bitte eine Gesellschaft, die ohne Marktwirtschaft und ohne Gewinnanreize auskommt und sich dennoch weiterentwickelt.
An diesem punkt bin ich mir ziemlich sicher das du ein Troll/Bot bist welcher einen FDP Wähler larpt. Solltest du tatsache echt so sein tust du mir echt leid.
Übergewinn ist wenn dein Boss mehr mit deinen Händen verdient als du selbst, sollte dieses konzept zu befremdlich für dich sein können wir die diskuskion an dieser stelle abbrechen.
Ich glaube daran, dass jemand, der ein Risiko eingeht, davon stärker profitieren sollte, als jemand der es nicht eingeht.
Wenn also jemand eine Firma besitzt und für das Wohl der Firma sein privates Vermögen (d.h.Firmenanteile) riskiert, dann soll er davon profitieren. Täte er das nicht, würde er nicht neue Mitarbeiter einstellen — dann würdest du nicht ein Angestelltengehalt verdienen, sondern gar nichts.
Ja, es gibt Großkonzerne, wo irgendwelche BWL-Honks ohne Bezug zur Firma den CEO spielen, ein riesiges Gehalt kassieren und bei Problemen im Worst-Case einfach die Firma wechseln. Da braucht es bessere Gesetze, die so etwas einschränken. Wenn ein Konzern Miese macht oder Angestellte entlässt, dann darf es keine Bonuszahlungen geben, keine Gehaltserhöhung für den CEO, keine Dividende.
Wenn aber Apple unter Tim Cook eine Fantastillonen Dollar pro Jahr verdient, soll Cook davon gerne was abhaben. Und die Aktionäre.
Wenn ein Sanitärmeister ein paar richtig gute Jahre hat, weil er auf Wärmepumpen umgestellt hat, darf er sich davon einen Tesla kaufen. Deswegen hat seine Gesell nicht automatisch eine Gehaltserhöhung verdient. Wäre der Plan nicht aufgegangen, hätte der Meister die Schulden an der Backe. Der Geselle hätte sich einfach woanders beworben. Aber die gute Nachricht: er könnte seinen Meister machen, eigene Firma gründen, selber Risiken eingehen.
Aber es ist ja egal, ob Vadder Staat mir 50% wegnimmt, um davon Renten zu bezahlen, oder ob ich 50% zur Seite legen muss, um später OK davonzukommen.
Dann kommen die Ottos, die ihre 50% in NFTs anlegen und im Alter in der Grundsicherung hängen.
"Ja, aber beim Anlegen Zins und Zinseszins, das Vermögen wächst ja."
Ja, OK, wenn der Staat aber Kapitalerträge vernünftig besteuern würde, dann hätte er ja auch Erträge vom Zins und Zinseszins ¯\_(ツ)_/¯
So oder so ist die Crux ja: egal auf welche Weise ich das Einkommen verkleinere (privat sparen oder umverteilen) fehlt das ja beim Konsum. Und dann sieht es auch für das notwendige Wachstum düster aus.
Dieser Trick wird dein Leben verändern: Zinseszins. Du musst keine 50% zur Seite legen. 10-15% reichen vollkommen aus, wenn du früh anfängst, um deinen Lebensstandard im Alter zu sichern und noch etwas zu vererben.
Problem ist, dass die Menschen, die sich mit ihren Finanzen dringend beschäftigen müssen, davon keine Ahnung haben. Religion wird in der Schule gelehrt, aber Finanzen nicht. Das ist Absicht - nach dem Willen der CDU soll der Aufstieg aus der Arbeiter-Kaste erschwert werden. Dagegen muss man was machen.
Man ist 20, gerade fertig mit der Lehre und bekommt richtig Geld - und verprasst es. Damit setzt man aber eine Basis für einen Lifestyle, auf den man später schwer verzichten kann. Wenn Du aber von vorne herein immer 15% weglegst, greift diese Lifestyle-Inflation nicht. Es tut nicht weh.
Siehe halt ungefähr die gesamte zweite Hälfte meines Kommentars. Schade, dass du ihn nur überflogen hast 😢.
Ja, hätte ich besser lesen müssen (bin zu ungeduldig).
Aber da verstehe ich dein Problem nicht.
Die Kapitalertragssteuern zahle ich ja als Vorabpauschale jährlich und dann den Rest als Abgeltubgssteuer bei Verkauf. Auf die Vorabpauschale gibt es einen jährlichen Freibetrag von 1000€, was gerade für den Rentensparplan von Geringverdienern ordentlich Geld spart. Du zahlst auf die Gewinne der ersten Jahre quasi gar keine Steuern, und hinterher ein Appel und ein Ei.
Der Großteil der Steuern fällt erst beim Verkauf an - bis dahin hat das exponentielle Wachstum voll greifen können.
Und dann legaler Steuertrick: Man wechselt alle 5-10 Jahre den ETF oder legt ein neues Depot an. Und beim Auszahlen verkauft man als erstes den zuletzt angelegten ETF - dadurch schiebt man den Großteil der Steuern (die für die ganz alten Fond-Anteile anfallen) noch weiter nach hinten.
Ich habe in dem Sinne kein "Problem". Mein Punkt ist nur: auch hier kann entweder ich mit Privatvorsorge oder aber der Staat mit sinnvoller Steuerpolitik vom Zinseszins profitieren. Tut er halt heute nicht, aber die Entscheider tun so, als ob nur Privatvorsorge vom Zinseszins was hätten.
Ich bin halt Freund einer solidarischen Vorsorge vom Staat. Erstens bewahrt er dann Leute flächendeckend vor schlechter Anlage, zweitens profitieren auch die Menschen, die trotz allem nicht anlegen könnten.
Deshalb: mein Punkt ist: auch das Rentensystem könnte von Zinseszins Effekten profitieren und stabilisiert werden. Dass das nicht passiert ist schlichtweg mangelnder politischer Wille.
Der Staat wird aber jederzeit eine Rente auszahlen müssen, und kann dir nicht weniger überweisen, nur weil der dumme Donald gerade den Iran wegbombt. Damit braucht es Geldanlagen mit garantiertem Wachstum, was einem am Ende finanziell schlechter darstehen lässt. Teilweise wird dann auch Geld in Immobilien gepumpt – das macht dann nicht nur Hauskauf, sondern auch Mieten teurer.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit einer staatlichen Rente. Es kann aber immer nur ein Baustein sein. Der Basisbaustein.
Aber der Staat kann ja die erwirtschafteten Zinsen steuerlich eben abschöpfen und als Rente auszahlen.
Und wenn gerade die Weltwirtschaft zusammenbricht, kann er Anleihenkaufprogramme auflegen (aka 'Geld drucken'), wie z.B. während Corona, oder der Finanzkrise 2009, und kann weiterhin fröhlich Renten auszahlen.
In sofern ist ein staatliches Rentensystem sogar überlegen. Weil, wenn du gerade in den Ruhestand willst, eine Krise aber dein Depot in Geiselhaft nimmt, dann kannst du selbst kein Geld drucken ¯\_(ツ)_/¯
Nach wie vor ist der Fehler unseres Rentensystems gerade, dass der Staat nicht sinnhaft besteuert und uns dann die private Investitionsvorsorge als einzige Lösung präsentiert wird.